Unsere Deutschen Schäferhunde
Die Zeit mit unseren Deutschen Schäferhunden
Ende 1984 bot mir mein Freund und Züchter Deutscher Schäferhunde, Herbert Volz, an für ihn einen damals 4 Monate alten Schäferhundrüden aufzuziehen. Die Vorbesitzer kamen mit dem Temperamentbündel nicht klar und mussten den Welpen dem Züchter zurückgeben.
Mich reizte die Aufgabe und so sagte ich nach einer Absprache mit meiner Frau Herbert zu, den Welpen aufzuziehen. Auf diesem Weg kam der erste Deutsche Schäferhund zu uns. Bereits nach kurzer Zeit stand für Kathi und mich fest, dass wir unseren schwarz/braunen „Dino von der Bildsäule“ nicht mehr hergeben werden.
Ich wurde Mitglied im Deutschen Schäferhunde Verein (SV) und trat der Ortsgruppe Weißenhorn bei. Von Anfang an hatte ich riesigen Spaß den Hundesport auszuüben und ich legte 1986 meine erste Schutzhundeprüfung (SchH 1) ab. Noch im selben Jahr führte ich meinen Dino zur ersten SchH 3-Prüfung, die ich auf Anhieb mit "Vorzüglich" ablegte.
Im darauf folgenden Jahr nahm ich mit Dino bereits an überregionalen Wettkämpfen teil. Nachdem ich mich mit Dino über Qualifikationsprüfungen für die Südbayerische Meisterschaft qualifizieren konnte, war ich glücklich und stolz, auch wenn diese erste Teilnahme nicht sehr erfolgreich war………….!!!
Im August 1987 machte, ich wie man so sagt „mein Hobby zum Beruf“ und bewarb mich von meinem bisherigen Dienstposten auf eine Stelle als Diensthundeführer beim Polizeipräsidium Schwaben. Unter mehreren Bewerbern wurde ich ausgewählt. Auch „Dino“ wurde für "geeignet" empfunden und trat ebenfalls in den Polizeidienst ein. Es folgten die üblichen Lehrgänge, die damals überwiegend an der Zollhundeschule in Neuendettelsau/Mittelfranken durchgeführt wurden. Innerhalb kurzer Zeit wurde „Dino“ zum Schutzhund, Fährtenhund und Rauschgiftspürhund ausgebildet.
Bis zu seiner Pensionierung war mir „Dino“ ein treuer Gefährte, dem ich so manchen Erfolg zu verdanken hatte.
Ich wurde dann an der Zollhundeschule Neuendettelsau zum Ausbilder und Leistungsrichter für Diensthunde weitergebildet. Vieles was ich heute weiß, habe ich neben meinem Freund Herbert Volz auch dem damaligen Ausbildungsleiter an der Zollhundeschule Neuendettelsau, Reinhard Lindner, zu verdanken. Er war für mich wie für viele andere Leistungssportler ein Ausbilder „par excellence“. Leider verstarb Reinhard vor einigen Jahren viel zu früh.
Im Laufe der Jahre führte ich dann neben unseren Deutschen Doggen meistens bis zu zwei Deutsche Schäferhunde. Nebenbei wurde ich federführend von Herbert Volz zum Schutzdiensthelfer ausgebildet und im Laufe der Jahre hetzte ich zahlreiche Veranstaltungen. Der Höhepunkt meiner Tätigkeit als Figurant dürfte meine Auswahl als Überfallhelfer auf der Internationalen Deutschen Meisterschaft für Diensthundeführer 1991 im Rosenau Stadion in Augsburg gewesen sein. Ein unvergessliches Erlebnis!
Nach „Dino von der Bildsäule“ führte ich dann noch nachfolgende Leistungshunde auf Bayerischen Meisterschaften, 5-Länder-Kampf, Bayerische Polizeimeisterschaften und als Ersatzmann bei der Int. Deutschen Diensthundemeisterschaft:
-Alf vom Pfänderrücken (erfolgreicher Deckrüde)
- Exi z Arielu (Tschechische Abstammung)
-Esko vom Auracher Schlösschen (Erfolgreicher Sport- u. Diensthund, sowie ebenfalls
ein erfolgreicher Deckrüde).
Nebenbei bildete ich noch so manchen Schäferhund zur Prüfung aus. 1989 flog ich gemeinsam mit Herbert an die Ostküste der USA, wir führten dort beide bei den Nationalen amerikanischen Meisterschaften. Eine befreundete amerikanische Züchterin hielt eine sehr leistungsstarke Deutsche Schäferhündin (Bianca vom Prunner Jagdsteig) und bat mich die Hündin auf der Meisterschaft zu führen. Herbert und ich hatten nur 14 Tage Vorbreitungszeit, die Problemsparte stellte der Schutzdienst dar. Bianca neigt dazu durchzubrechen, bzw. nicht mehr abzulassen.
Bei der Meisterschaft zeigte sich „Bianca“ von der besten Seite, mit einem V-Schutzdienst (vorzüglich) sicherte ich mir den 3. Platz bei den amerikanischen Meisterschaften.
1997 beendete ich dann meine Tätigkeit als Diensthundeführer und wandte mich einem neuen Aufgabengebiet zu. Gleichzeitig beendete ich meine aktive Laufbahn als Leistungssportler mit den Deutschen Schäferhunden.
Nun haben wir neben unseren Deutschen Doggen noch einen Enkel meines „Esko vom Auracher“ Schlösschen über „Apoll vom Karthago“ und „Akuma von der Lorenzstraße“.
„Alf Sangue di Lupo“ wurde von meinem Neffen Simon und dessen Frau Sabine gezüchtet. ‚Alfi lebt bei uns in der Familie ohne jeglichen Ausbildungs- und Prüfungsstress!









